Bericht Badische Zeitung zur Generalversammlung vom 07.02.2017

 

Dirigent Elekes hört auf

Abschied beim Frühjahrskonzert / Paul Winterhalder nun Ehrenmitglied im Musikverein Kappel.

Neue Aufgaben im Musikverein Kappel übernehmen (von links): Sandra Förderer
als stellvertretenden Vorsitzende, Anna Mantel als Schriftführerin, Petra Sigwarth als
Kassenwartin und Denise Förderer als Jugendvertreterin.

 

KAPPEL. Keine Misstöne oder gar Disharmonien gibt es im Musikverein Kappel. Volle
Stimmenzahl gab es für den neuen Vorstand. Paul Winterhalder ist jetzt Ehrenmitglied.
Dirigent István Elekes hört nach drei Jahren auf. Ralf Kühnemund übernimmt die Kapelle
solange als musikalischer Leiter, bis ein neuer Dirigent gefunden ist.

Dirigent István Elekes steht nicht mehr für die Kappler Musiker zur Verfügung. Das hat er
Ende Dezember Vorsitzendem Andreas Schurt mitgeteilt. Elekes war zur Hauptversammlung
am Freitagabend im Gasthaus Blume in Kappel verhindert. "Das Frühjahrskonzert am
Samstag, 29. April, ist sein Abschiedskonzert", erklärte Schurt den überraschten Musikern.
Profimusiker Elekes übernahm 2014 den Musikverein Kappel. Er habe viel gelernt in den drei
Jahren und viele positive Erfahrungen gesammelt, ließ er ausrichten. Gründe für sein
Aufhören sind, dass er wieder selbst mehr Musik machen wolle und sich auch noch weiter
qualifizieren möchte, was beides zeitintensiv sei.

"Wir haben von István auch sehr viel gelernt", sagte Schurt. "Er hat uns musikalisch
weitergebracht." Die positiven Rückmeldungen zum Frühjahrskonzert im letzten Jahr seien
der Beweis dafür.
"Wir sind nicht in Not, ganz dringend einen Dirigenten zu finden", so Schurt. Denn bis ein
Nachfolger gefunden sei, werde Ralf Kühnemund die musikalische Leitung übernehmen und er
werde außerdem von Walter Winterhalder unterstützt. Paul Winterhalder wurde bei den
Ehrungen zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist seit 44 Jahren im Musikverein, begann mit dem
Tenorhorn, spielte einige Jahre Bass und wechselte dann an die große Trommel und das
Glockenspiel. Sieben Jahre lang war er Vorsitzender, führte für 18 Jahre die Kasse. "Paul, für
deinen Fleiß und deine ehrenamtliche Tätigkeit überreiche ich dir diese Ehrenurkunde", sagte
Vorsitzender Andreas Schurt unter dem Beifall zum Geehrten.

Seit 30 Jahren gehört Sandra Förderer zum Musikverein Kappel. Nachgereicht wird selbige
Ehrung an Achim Doorentz und Konstantin Gfell.
Ehrenurkunden erhielten für zehn Jahre Mitgliedschaft Anna Mantel, Alina Kühnemund und
Alicia Schlegel.

Beste Probenbesucher war Tobias Winterhalder mit einer Fehlzeit. 42 Proben und 18
Veranstaltungen absolvierten die Musiker im vergangenen Jahr insgesamt. Der
Probendurchschnitt lag bei 74 Prozent. Die Jugendkapelle hatte vier Auftritte, probte 39 Mal.
Hier lag der Probendurchschnitt bei 72,8 Prozent. Beste Probenbesucherin war Emma
Kaltenbach mit einer Fehlzeit. Sandra Förderer und Anna Mantel ließen für Musikverein und
Jugendkapelle das Jahr Revue passieren. 227 Mitglieder zählte der Verein am Jahresende,
davon 47 Aktive und 21 Zöglinge. Ein guter Überschuss blieb am Jahresende in der Kasse
zurück, zeigte Paul Winterhalder in seinem letzten Kassenbericht auf.

Geheim wählten die Musiker ihren Vorstand – alle Wahlen fielen einstimmig aus.
Wiedergewählt wurde Andreas Schurt als Vorsitzender. Ihm steht Sandra Förderer neu zur
Seite – als stellvertretende Vorsitzende. Förderer übernahm das Amt von Anita Wolf und gab
das Schriftführeramt an Anna Mantel ab. Petra Sigwarth ist jetzt für die Kasse zuständig. Hier
hörte nach 18 Jahren Paul Winterhalder auf. Die Jugend vertritt neu Denise Förderer. Als
Beisitzer wurden die Mitglieder Alina Kühnemund, Raphael Schmid und neu Konstantin Gfell
sowie Ralf Kühnemund gewählt. Hier schieden Yvonne Förderer und Pascal Hohlfeld aus. Die
Kasse wird geprüft von Sabine Bolz und Paul Winterhalder.


Johannes Metzger vertrat Bürgermeister Feser und Ortsvorsteherin Winterhalder. "Der
Musikverein Kappel ist was Besonderes", zitierte Metzger aus einem Brief der Ortsvorsteherin.
Weiter hieß es darin: "Die Musiker sind mit Freude und Spaß dabei, es gibt kein Anlass ohne
sie." Dem fügte Metzger nur an, dass der Verein "hervorragende Arbeit" leiste und sprach ein
herzliches Dankeschön aus.

Autor: Eva Korinth, Badische Zeitung

 

Adventskonzert 2015

Wir laden Sie ein zu einer besinnliche Stunde mit ausgewählten Stücken. 

 

 

PROGRAMM

Jugendkapelle

- Arrival

- Hallelujah

- Nessaja

Klarinettenquartett

James Rae - Madrigal

Gesamtkapelle

- Exaltation

- Beethoven - Alegretto

- Vivaldi - Vier Jahreszeiten - Winter (1+2. Satz)

- You Raise Me Up

- The Rose

 

Wann? Sonntag, 06.12.2015; 19:00 Uhr

Wo? St. Gallus Kirche Lenzkirch-Kappel

 

Auf Euer Kommen freut sich der

Musikverein Kappel

Bericht in der Badischen Zeitung vom 06.05.2014, Eva Korinth

"Es macht Freude zuzuhören"

Musikverein Kappel präsentiert sich beim Frühjahrskonzert elanvoll / Neuer Dirigent sorgt für frischen Schwung.

Erstes Heimspiel des Dirigenten István Elekes mit der Kappler Kapelle in der Hochfirsthalle. Foto: Eva Korinth

 

LENZKIRCH-KAPPEL. Frische, sehr gut intonierte und klangvolle Musik erlebten die Besucher des Frühjahrskonzertes in der Hochfirsthalle. Jugend- und Gesamtkapelle des Musikvereins Kappel präsentierten sich elanvoll unter ihrem neuen Dirigenten István Elekes.

Es war ein "Wow"-Konzert, was die gut 120 Zuhörer da geboten bekamen. Es hatte Rasse und Klasse und es gefiel sehr. Der Applaus, unzählige Bewunderungspfiffe, Rufe wie Bravo oder fordernd nach einer Zugabe, waren der Lohn der Musiker. Beide Seiten hatten großen Spaß – die Zuhörer und die Musiker. Musik ist das, was zusammenhält. So hatte es auch Vorsitzender Andreas Schurt in der Begrüßung gesagt. "Musik ist die Sprache der Welt", zitierte er weiter und schlug den Bogen zum neuen Dirigenten, einem Ungarn sowie zur Literaturauswahl, die im zweiten Teil viel Feuriges aus Lateinamerika beinhaltete.

"Es macht Freude zuzuhören", lobte Blasmusikverbandsdirigent Götz Ertle, der für die hochkarätigen Ehrungen (wir berichteten) gekommen war, "das Konzert ist von Beginn an belebend". Ertle beglückwünschte die Jugendkapelle zum Konzertauftakt. Lobte die Gesamtkapelle für "auffallend gute Intonation und guten Klang", sprach dem Musikverein ein großes Kompliment für das "frische Temperament" aus. Das war dem Publikum aus der Seele gesprochen, das kräftig applaudierte. Die Zeit verflog im Nu.

Putzmunter startete die Jugendkapelle unter Walter Winterhalder mit der Ballade "Safe and Sound". Dann zuckten die Schuhe der Zuhörer im Takt von Lord of the Dance. Im Anschluss wurde geswingt und geschickt aufs Konzert der Gesamtkapelle mit "Brasil" eingestimmt. Da hatte das Publikum Lust, große Lust auf mehr, war heiß auf Rhythmus, wollte weiter in den Melodienrausch eintauchen.

Und es erhielt mehr und hörte eine bestens aufeinander abgestimmte wohlklingende Gesamtkapelle, die selbstbewusst schwierige Passagen in rasantem Tempo bewältigte. Aber auch bewies, dass sie nicht nur schnell spielen kann. Und jeder Ton saß. Die Soloparts gelangen, waren Hörgenuss pur. So spielte Saxophonisten Sandra Förderer ein herrliches Solo in Günter Noris "Rumba of Love". Ein weiterer Solist war der Trompeter Mike Förderer. Einen lustigen Aha-Effekt im Publikum gab es, wenn die Kapelle den Schlussakkord eines rhythmisch hinreissendes Stücks stimmlich gestaltete. Das liebte das Publikum.

Den musikalischen Ausflug in den Süden Amerikas flankierten die Musiker mit einem Konzertmarsch des holländischen Marschkönigs John Wichers, dem dreisätzigen Musikfestsonntag und einem herrlichen Tag in den Bergen mit abschließenden Heimatabend und Tanz und natürlich mit dem Badnerlied zum Konzertschluss.

István Elekes dirigierte ruhig, wirkte zu Beginn angespannt, dann lockerer in seinen Bewegungen. Sein Taktstock wirbelte akkurat im Takt, seine Musiker reagierten prompt. In dem gemeinsamen Vierteljahr haben sie sich genähert, kennengelernt. Der Ausflug nach Lateinamerika war lohnend fürs Publikum: Cha cha, Tango, Rumba, Samba, Latin-Pop erklangen.

Mit Witz und Anekdoten aus dem "Hörnlekurier", führten Ralf Kühnemund und Felix Drathschmidt durchs Programm. Bei der Jugendkapelle moderierten Laura Winterhalder, Alina Kühnemund, Denis Förderer und Alicia Schlegel. Stolz wurde die Agenda und der berufliche Werdegang des neuen Dirigenten vorgelesen, der jetzt in Kappel den Taktstock schwingt und ein international anerkannter Konzertklarinettist ist. Man darf gespannt auf die nächsten Auftritte des Musikvereins Kappel sein. Das Frühlingskonzert machte Lust auf mehr.

Badische Zeitung vom 05.05.2014; Eva Korinth

Ein Mediator der Generationen

Besondere Ehrungen im Musikverein Kappel / Helmut Winker spielt seit 60 Jahren in der Kapelle.

Besondere Ehrungen im Musikverein Kappel;  Foto: Eva Korinth

 

LENZKIRCH-KAPPEL. Ganz besonders hochkarätige Ehrungen gab es beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Kappel am Samstagabend in der Hochfirsthalle: Helmut Winker, der seit 60 Jahren in der Kappler Kapelle aktiv ist, erhielt von Blasmusikverbandsdirigent Götz Ertle den Ehrenbrief mit der Ehrennadel in Gold mit drei Diamanten für 60 Jahre Förderung der Musik von der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände verliehen. Er gehöre zum "Vermögen des Vereins", erklärte Andreas Schurt, Vorsitzender des Musikvereins Kappel und gestand, dass es gar nicht so einfach gewesen sei, dafür eine Ehrung zu finden.

Die Laudatio hielt Ehrenvorsitzender Franz Wehrle. 1954 kam Winker als Achtjähriger nach Kappel. Rund 40 Jahre spielte Winker das Tenorhorn, 20 Jahre bis heute die Tuba. Von 1983 bis 2002 war er Beisitzer, seit 2004 Ehrenmitglied, spielt er auch im Seniorenorchester des Blasmusikverbandes mit. Sieben Dirigenten und fünf Vorstände habe Winker als Musiker beim MV Kappel erlebt. Elf Jahre am Stücke, Tag für Tag, ohne Pause, so hat Wehrle errechnet, sei Winker in den 60 Jahren für die Musik unterwegs gewesen. Gesellig sei er, so Wehrle, niemals schlecht gelaunt, lache viel, auch über sich selbst und legendär seien seine Musikerfeste in der umgebauten Garage. Für den Musikverein habe der Vereins- und Familienmensch Helmut immer Zeit.

Götz Ertle griff den Faden auf: "Er hat immer gute Laune und ist ein großer Verbinder zwischen den Generationen. Er hat den Draht zu Alt und Jung." Vom MV erhielt Winker auch ein Dankeschön Geschenk. Und von den Musikern und Publikum gab es mehrfach stehende Ovationen. Winker zu Ehren wurde die Polka "Wir Musikanten" gespielt.

Walter Winterhalder, ein weiterer "besonderer Mann" wurde für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Ertle überreicht ihm die goldene Ehrennadel des Bundes deutscher Blasmusikverbände (BDB). 1974 trat Winterhalder in den MV ein, zuerst war er zwei Jahre ab 1980 Beisitzer, dann von 1983 bis 1986 Kassierer. Er absolvierte die Ausbildungen zum Stimmführer, Ausbilder und Dirigenten, machte das Leistungsabzeichen in Gold mit der Klarinette. 1993 übernahm er das Dirigat von Robert Nobs, gab es 2010 ab, behielt aber die Jugendkapelle, die er einst selbst gegründet hat. Im Blasmusikverband ist Winterhalter aktiv als Prüfer für Jungmusikerleistungsabzeichen. "Walter, wir Musiker wissen, was wir an dir haben", fand Andreas Schurt, "du bist im Verein der Mann für alle Fälle." Ertle sagte: "Er ist das große Vorbild in der Musiklandschaft Hochschwarzwald."

Seit 25 Jahren aktiv sind Matthias Haury und Felix Drathschmidt. Auch sie wurden geehrt vom MV und erhielten Ehrennadeln in Silber vom Blasmusikverband Hochschwarzwald von Ertle überreicht. Haury spielt die Trompete und unterstützt den Verein, wo er kann. Drathschmidt ist Posaunist, war Jugendvertreter, Beisitzer im Vorstand, ist Konzertansager, verpasst nur selten Proben oder Auftritte und stellt seine Scheune für das Preisblose zur Verfügung.

Geehrt wurden auch aus den Reihen der passiven Mitglieder für 40 Jahre Josef Kapp, für 25 Jahre Karin Schupp, Stefan Haury und Dirk Löffler. Sie erhielten Ehrennadeln in Silber und Bronze. Über das Konzert berichten wir noch.

 

   
© Musikverein Kappel im Hochschwarzwald