Badische Zeitung, Wolfgang Scheu

Das Adventskonzert des Musikvereins Kappel lockt wieder viele Besucher an / Großer Applaus für Anna-Lena Huber.

LENZKIRCH-KAPPEL. Zu einer "besinnlichen Stunde mit ausgewählten Stücken" hatte der Musikverein Kappel in die Sankt-Gallus-Kirche eingeladen. Das Adventskonzert lockte wieder so viele Besucher an, dass selbst die Empore gut besetzt war. Bestens platziert im ehrwürdigen Gemäuer erklang von dort oben als Einleitung das Stück "Zwei Tänze" von Michael Schultheis, besser bekannt unter dem Namen Praetorius. Es war nicht nur ein Klanggenuss, diese Zugabe vorab war nicht angesagt und kurzfristig ins Programm aufgenommen worden, der Applaus für das Blech-Quintett mit Robert Stoll (Tuba), Agnes Kövary, Felix Drahtschmidt (Posaunen) sowie Walter und Tobias Winterhalter (kleines Blech) war enorm.

Walter Winterhalter dirigierte die 21-köpfige Jugendkapelle, das Klarinettensolo von Lukas Winterhalder im wohlklingenden "Guidita" von Alfred Bösendorfer wird besonders in Erinnerung bleiben. Es schien, als strahle die Kirche noch ein bisschen mehr an diesem zweiten Adventssonntag, als der Musikverein mit seinem gewaltigen Klangkörper aus mehr als 40 Akteuren unter der Leitung von Anna-Lena Huber mit dem Stück "Concerto D’Amore" begann.

Mit Anna Laubis an der Querflöte beim "Einsamen Hirten", den lebhaften Posaunenklängen von Herbert Winterhalder und Felix Drahtschmidt in "Ave Maria no morro" und Susanne Förderer am Alt-Saxofon im abschließenden "You raise me up" bewiesen die Kappler Solisten ihre Meisterschaft am Instrument.

Anna-Lena Huber genießt den Applaus 

Der konzertante "Klang der Alpen" von Kurt Gäble verlangte dem Ensemble viel ab, sie meisterten es mit Bravour. Anna-Lena Huber strahlte auf dem hohen Podest, wo sie den Überblick behält und die Musiker-innen jederzeit fest im Griff hat. Die ehrliche Freude in ihrem Gesicht wirkte fast, als könne sie den tosenden und lange anhaltenden und mehr als verdienten Applaus am Ende des Konzerts gar nicht begreifen.

Die Besucher freuen sich allesamt auf die "kleine Auswahl" des Musikvereins Kappel im nächsten Jahr. Viel Werbung braucht’ s nicht, die Sankt-Gallus-Kirche wird ohnehin wieder vollbesetzt sein.

 

 

   
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